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| „Plan B"ewerbung |
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Ihre Planung und Ihr Auftritt können entscheidend sein für das Erreichen Ihres Ziels. Gelingen (oder Misslingen) eines Vorstellungsgespräches hängt bis zu 80 Prozent von Ihrer Persönlichkeit ab. Schriftsteller Kurt Tucholsky meint: „Erfahrung heißt gar nichts, man kann eine Sache auch 35 Jahre lang schlecht machen“. Marktanalyse Durchforsten Sie Stellenangebote in Tageszeitungen, Online-Börsen, Fachzeitschriften, auf Firmenhomepages und an Ihrem Ausbildungsort. Entspricht ein Stellenangebot ca. zu 60 % Ihrem Profil, kann sich eine Bewerbung lohnen. 100 % gibt es nicht. Informieren Sie sich im Internet, bei Berufs- und Interessensverbänden, Gewerkschaften und in Wirtschaftszeitungen (z. B. derStandard, Wirtschaftsblatt, usw.). Es werden regelmäßig Übersichten über Branchen- und positionsübliche Gehälter abgedruckt. Nutzen Sie Veranstaltungen (z. B. Karrieremessen) an Ihrem Ausbildungsort als Informationsquelle. Sehen Sie Unternehmen mit denen Sie zusammenarbeiten als potenzielle Arbeitgeber. Erkundigen Sie sich telefonisch in Personal- und Fachabteilungen geeigneter Unternehmen oder dem zuständigen Personalverantwortlichen nach freien oder geplanten Stellen. 5 – 10 % der Initiativ-(Blind)Bewerbungen führen zu einem Vorstellungsgespräch, auch wenn in einer Firma momentan kein Bedarf besteht. Wenn Sie mit Ihrer Bewerbung überzeugen, wird später auf Sie zurückgegriffen. Fachliche und soziale Kompetenz Zu den harten Fakten (Hard-skills) zählen Ihre Aus- und Weiterbildungsabschlüsse. Lautet die Formulierung des Stellenangebotes „Voraussetzung ist...“, „Erwartet wird...“ sollte Ihr Profil nicht allzu weit vom Geforderten abweichen. Ein „Haben Sie außerdem noch ...“ signalisiert deutlich: „Wir bevorzugen Bewerber, die dieses Kriterium erfüllen“. Bei den weichen Fähigkeiten (Soft-Skills) sind Sie auf die eigene Einschätzung Ihrer Persönlichkeit angewiesen. Eine explizite Forderung nach „Teamorientierung, Flexibilität und guter Motivation“ kann, je nach Branche, Termindruck, Reisen und die Bereitschaft das Privatleben zugunsten des Unternehmens zurückzustellen, bedeuten. Bewerbung – aber richtig Eine schriftliche Bewerbung (postalisch/E-Mail) umfasst einen tabellarischen Lebenslauf, Zeugnisse über Ihre Aus- und Weiterbildungen, Passfoto, Firmenzeugnisse – wenn vorhanden – und ein kurzes Begleitschreiben (maximal vier Absätze). Beziehen Sie sich individuell auf das jeweilige Unternehmen und formulieren Sie klar die wichtigsten Argumente und Fakten. Als Alternative zur E-Mail Bewerbung bieten viele Unternehmen die Möglichkeit sich online zu bewerben. Formulieren Sie unbedingt ein paar Zeilen, Ihre Bewerbung verschwindet sonst schnell im Papierkorb. Die Formulare sind oft knapp gehalten und ihre Pluspunkte kommen nicht zur Geltung – der Verweis auf eine eigene Bewerbungshomepage kann sinnvoll sein. Vorbereitung zum Finale Finden Sie Ihre Antworten: Warum wollen Sie bei uns arbeiten? Was zeichnet Sie Ihrer Meinung nach für diese Position aus? Was möchten Sie für sich in naher/ferner Zukunft erreichen? Wie ist Ihre Meinung über ...? Was wissen Sie über …? (Fachspezifische Fragen) Welchen Führungsstil bevorzugen/praktizieren Sie? Erzählen Sie etwas über sich, wir möchten Sie gerne kennen lernen! – Präsentieren Sie eine relativ konfliktfreie, weitgehend problemlose Welt. Sie sind nicht zur Wahrheit verpflichtet – besonders dann nicht, wenn Fragen nach ihrem Wertesystem gestellt werden (Politik, Religion, Moral, Privatpläne, Intimes). Ihr Auftritt – Worauf es ankommt Auf beiden Seiten findet ein Auswahlprozess statt. Für Sie geht es einerseits darum die Situation „Vorstellungsgespräch“ erfolgreich zu meistern. Beleuchten Sie Ihren potenziellen Wirkungskreis kritisch – ist dieser mit seinen Arbeitsbedingungen für Sie optimal? Ihr Gegenüber testet neben äußeren Merkmalen wie Aussehen, Auftreten, Manieren, sprachliches Ausdrucksvermögen vor allem Folgendes: Ihre Leistungsmotivation (Engagement, Interesse, Begeisterung), Ihre Persönlichkeit (Teamfähigkeit und Lernbereitschaft) und Ihre Kompetenz (fachliche Qualifikation und berufsrelevante Eigenschaften). Stellen Sie Ihre Fragen! Ist diese Position neu geschaffen worden oder fester Bestandteil in Ihrem Unternehmen? Gibt es ein Organigramm in dem der ausgeschriebene Arbeitsplatz dargestellt wird? Wie ist die Einarbeitungsphase geplant? – Ansprechpartner, Dauer, Programm Mit welchen Abteilungen/Personen werde ich zusammenarbeiten? Wie würden Sie den Führungs- und Umgangsstil in Ihrem Haus charakterisieren? Wann kann ich mit einer Nachricht rechnen bzw. ob und wann darf ich mich bei Ihnen melden? Oft werden erst in einem zweiten Gespräch die Arbeitsbedingungen und Gehaltswünsche richtig verhandelt. |
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