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Professionals in der Softwareentwicklung

: W&H


Das Salzburger Familienunternehmen W&H Dentalwerk, mit Sitz in Bürmoos in der Nähe von Salzburg, hat langjährige Erfahrung in der Entwicklung innovativer Technologien für Zahnarztpraxen, Zahnkliniken, Dentallabors sowie für die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Seit der Übernahme durch die Familie Malata 1958 hat die moderne Technik Einzug gehalten. Der Entwicklungsabteilung kommt dabei eine entscheidende Bedeutung zu. Carina Schnaitl und Sebastian Karrer aus der Softwareentwicklung erzählen, welche Herausforderungen täglich auf sie warten: Autor: MMag.a Sabine Steiner / x-technik

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Carina Schnaitl (Mitte) und Sebastian Karrer (links) informieren über die Neuentwicklung Piezomed.

Carina Schnaitl (Mitte) und Sebastian Karrer (links) informieren über die Neuentwicklung...

Was sind Ihre Aufgabengebiete in der Softwareentwicklung?

Carina Schnaitl:

Meine Hauptaufgabengebiete liegen in der Programmierung grafischer Oberflächen und der Erstellung der für die Freigabe notwendigen Dokumentation für User Interfaces. Auch die Kommunikation mit externen Partnern, die in unserem Auftrag Software oder Elektronik erstellen, fällt in meinen Aufgabenbereich.

Sebastian Karrer:

Meine Schwerpunkte liegen in der Softwareentwicklung und im Speziellen in der Weiterentwicklung von elektronischer Steuerungs- und Regelungstechnik. Den Hard- und Softwarebereich kann man dabei nicht losgelöst voneinander betrachten. Beide Bereiche haben viele Berührungspunkte. Neben der Zusammenarbeit mit externen Entwicklungspartnern fungiere ich auch als Bindeglied bei der Abstimmung von technischen Kundenanforderungen. Ein weiterer, wichtiger Teil meines Aufgabengebietes ist die permanente Marktbeobachtung. Welche neuen Technologien entwickeln sich und könnten diese auch für W&H
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Carina und Sebastian bei der Weiterentwicklung von elektronischer Steuerungs- und Regelungstechnik.

Carina und Sebastian bei der Weiterentwicklung von elektronischer Steuerungs-...

interessant sein, sind dabei die zentralen Fragen. Last but not least sind die regulatorischen Anforderungen in der Dentaltechnik ein nicht zu unterschätzender Aufwand. Wir sind in den Entstehungsprozess für Elektronikentwicklung permanent mit eingebunden.

Was waren die letzten marktgängigen Entwicklungen?

Carina Schnaitl:

Ein sehr aktuelles Beispiel ist das neue Chirurgie-Gerät Piezomed. Mit der Piezo-Technologie haben wir eine neue Dimension in der modernen Ultraschalltechnologie eingeleitet. Hochfrequente Mikrovibrationen ermöglichen in der Knochenchirurgie hochpräzise Schnitte und ein nahezu blutfreies Operationsfeld mit bester Sicht auf die Behandlungsstelle. Mein Anteil an dieser Neuentwicklung liegt darin, dass ich die Schnittstelle zum Benutzer, einfacher vorstellbar als Tasten und Bildschirm zur Bedienung des Geräts, mitentwickelt habe.

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User Interface, einfacher vorstellbar als Tasten und Bildschirm zur Bedienung des Geräts.

User Interface, einfacher vorstellbar als Tasten und Bildschirm zur Bedienung...

Was war Ihr Anteil daran, Herr Karrer?

Sebastian Karrer:

Ich war für die Antriebs- und Steuerungselektronik verantwortlich. Schlussendlich kommt es darauf an, dass die Steuerungselektronik, die den schwingenden Antrieb bzw. Motor ansteuert, mit dem User Interface kommuniziert. Drücke ich eine Taste, erscheint eine bestimmte Anzeige am Bildschirm und löst dadurch die hinterlegte Funktion aus.

Wo sehen Sie die Herausforderungen in Ihrem Job?

Carina Schnaitl:

Im Rahmen unserer Teamstruktur sind neben den bereits erwähnten fachlichen Fertigkeiten, Soft Facts wie Teamgeist, Organisations- und Kommunikationsfähigkeit sehr wichtig.
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Piezomed, die neue Kraft der Knochenchirurgie: Automatische Instrumentenerkennung, individuelle Betriebs-Modi, kurzzeitige Leistungssteigerungen, LED-Ringbeleuchtung, effiziente Kühlung durch Sprayaustritt ...

Piezomed, die neue Kraft der Knochenchirurgie: Automatische Instrumentenerkennung,...

Eigenverantwortung ist ein Must-have. Das gilt für alle Unternehmensbereiche und ist keine Eigenheit der Entwicklungsabteilung.

Sebastian Karrer:

Zusätzlich sollen wir auf verschiedene Anforderungen aus dem Vertrieb, dem Marketing und dem Produktmanagement eingehen und diese in unseren Überlegungen berücksichtigen. Daher finden wir uns oft in einer Schnittstellenfunktion wieder, intern wie extern. Das sich hineinfühlen und verstehen können, warum diese Anforderungen für denjenigen wichtig sind, sind wesentliche Faktoren in unserer Funktion. Dieser interaktive Prozess bedeutet eine tägliche Herausforderung und macht unseren Job so interessant.

Wie stehen Sie zur Weiterbildung?

Sebastian Karrer:

Durch eine technische Ausbildung an der HTL, Fachhochschule oder Universität, erlangt man technisches Basiswissen. Aufbauend auf diesem Rüstzeug ist es wichtig, einerseits Erfahrung im Berufsleben zu sammeln aber auch sich ständig weiterzubilden, eigenverantwortlich. Am
aktuellen Stand der Technik zu bleiben ist in unserem Job das A und O. Dazu eignen sich sowohl das Internet als auch vertiefende Seminare, Kongresse, Messen, u.v.m. ...

Was sollte ein Bewerber mitbringen, damit er sich bei W&H wohlfühlt?

Carina Schnaitl:

Spontan denke ich an Teamfähigkeit und Begeisterung für das Produkt und den angestrebten Aufgabenbereich, abgesehen von der fachlichen Kompetenz.

Danke für das Gespräch.

Carina Schnaitl (Mitte) und Sebastian Karrer (links) informieren über die Neuentwicklung Piezomed.
Carina und Sebastian bei der Weiterentwicklung von elektronischer Steuerungs- und Regelungstechnik.
User Interface, einfacher vorstellbar als Tasten und Bildschirm zur Bedienung des Geräts.
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