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Neue Photovoltaik-Ära am SolarCampus

: Energie AG


Die Energie AG eröffnete am 18. September das größte Sonnenkraftwerk Österreichs an der Westautobahn bei Eberstalzell (Bezirk Wels-Land). Der "SolarCampus der Energie AG" ist aber weit mehr als ein Kraftwerk – durch die Größe eignet es sich ideal für die Anwendungs- und Technikforschung im Bereich der Photovoltaik.

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Bereits seit Mai 2010 speist das größte Sonnenkraftwerk Österreichs in Eberstalzell rund 1.000 Megawattstunden Ökostrom pro Jahr in das Netz der Energie AG. Mit einer Kollektorfläche von rund 8.000 m² ist das Photovoltaik-Kraftwerk beinahe so groß wie zwei Fußballfelder.

Bereits seit Mai 2010 speist das größte Sonnenkraftwerk Österreichs in Eberstalzell...

Österreichs größtes Sonnenkraftwerk, der "SolarCampus der Energie AG", liefert seit 21. Mai umweltfreundlichen Strom aus der Sonne. In den ersten drei Betriebsmonaten liegt die Erzeugung deutlich über den Erwartungen und deutlich über Plan: Es wurden 449.025 kW Strom erzeugt, was in etwa 45 Prozent der erwarteten Jahreserzeugung entspricht. Im Juni lag die Erzeugung noch 5 Prozent unter dem Vorgabewert, im Juli und August aber mit 17 bzw. 4 Prozent doch deutlich über den vorhergesagten Mittelwerten.

Binnen weniger Wochen wurde das Sonnenkraftwerk, das mit einem Megawatt Leistung die bedeutendste Anlage dieser Art in Österreich ist, errichtet und in Betrieb genommen. Insgesamt sind fast 8.000 m² Paneelfläche installiert, was in etwa der Größe von zwei Fußballfeldern entspricht. „Das Sonnenkraftwerk in Eberstalzell ist ein Musterbeispiel für die Nutzung der erneuerbaren Energien in Österreich“, sagt Energie AG Generaldirektor Leo Windtner.

Die Gesamtfläche des Sonnenkraftwerkes teilt sich in fix aufgeständerte Paneele, das Versuchsfeld und die beweglich montierten Solarzellen auf. Auf den starren Halterungen kommen insgesamt fünf verschiedene mono- und polykristalline Paneeltypen zum Einsatz, um hier die Unterschiede in der Erzeugungsleistung sichtbar zu machen. Im Versuchsfeld wurden vor allem neuartige Dünnschicht-Paneele montiert – mit der Verwendung dieser Zukunftstechnologie soll ein direkter Vergleich der Wirkungsgrade unter vergleichbaren Gegebenheiten möglich werden.

Aktive Anwendungsforschung

Für
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Im Versuchsfeld wurden vor allem Paneele montiert, die mit der Zukunftstechnologie der Dünnschichtmodule gefertigt worden sind.

Im Versuchsfeld wurden vor allem Paneele montiert, die mit der Zukunftstechnologie...

die Anwendungsforschung eignen sich die insgesamt sechs beweglichen Ständereinheiten – so genannte "mover" und "tracker" – ebenfalls ideal. Diese richten sich automatisch immer im idealen Winkel zur Sonne aus, um so eine max. Sonnenausbeute zu erreichen. Alle Einheiten unterscheiden sich zudem in der Steuerung und Positionierung: Einige können horizontal und vertikal zur Sonne ausgerichtet werden, andere nur horizontal. Bei den einachsig nachgeführten Solarzellen liegt das Erzeugungsplus nach ersten Erfahrungen bei rund 25 Prozent. Die zweiachsige Ausrichtung der Solarpaneele zur Sonne bringt laut Windtner aber den größten Vorteil: „Unsere Sonnenstrom-Experten rechnen mit einem Erzeugungs-Plus von bis zu 40 Prozent!“

Die deutlich höheren Erzeugungsmengen sind ein klares Argument für den Einsatz dieser Systeme. Für die Gesamtrentabilität des Systems müssen aber auch andere Faktoren wie der Wartungs- und Instandhaltungsaufwand berücksichtigt werden. Der wesentlichste Kostenfaktor ist aber jener des Preises für die Solarzellen selbst – aufwändige Steuerungssysteme werden bei einem weiteren Sinken der Preise unrentabel.

Durch die Größe der Anlage wird das Sonnenkraftwerk auch zur idealen Versuchs- und Forschungsanlage für die Photovoltaik. Die eingesetzten, verschiedenen Paneeltechniken und Wechselrichterkonzepte können ohne Verminderung der Stromerzeugung parallel betrieben werden – neue Lösungsansätze werden im Betrieb des Kraftwerkes auf deren Praxistauglichkeit hin überprüft. Aufschlüsse erwarten sich die Sonnenstrom-Experten
der Energie AG zudem über die Einflüsse von Witterung, Komponentenalterung, Lebensdauer und Leistungsänderung durch die natürliche Verschmutzung der Solarzellen.

Eberstalzell ist der Höhepunkt des Solarengagements der Energie AG

Die Energie AG hat bereits in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Meilensteine bei der Nutzung alternativer Energien gesetzt. Seit den 1980er Jahren wurden mehrere Photovoltaik-Forschungsprojekte realisiert. Das Sonnenkraftwerk am Loser im Ausseer-Land ist eine der größten Photovoltaik-Anlagen in den Alpen und ging 1988 in Betrieb. Seit damals hat sich der Wirkungsgrad der Solarzellen durch Materialalterung um etwa 9 Prozent verringert. Anfang der 1990er Jahre setzte die Energie AG mit der Errichtung einer großflächigen Photovoltaik-Versuchsanlage entlang der A1 bei Seewalchen ein Zeichen. Im 2008 eröffneten PowerTower ist das österreichweit größte fassadenintegrierte Sonnenkraftwerk eingebaut. Auch hier konnte die Energie AG einen Meilenstein bei der Photovoltaiknutzung setzen. Die Jahresstromerzeugung von mehr als 42.000 kW wird direkt im PowerTower für den Betrieb der Haustechnikanlagen eingesetzt.
Bereits seit Mai 2010 speist das größte Sonnenkraftwerk Österreichs in Eberstalzell rund 1.000 Megawattstunden Ökostrom pro Jahr in das Netz der Energie AG. Mit einer Kollektorfläche von rund 8.000 m² ist das Photovoltaik-Kraftwerk beinahe so groß wie zwei Fußballfelder.
Im Versuchsfeld wurden vor allem Paneele montiert, die mit der Zukunftstechnologie der Dünnschichtmodule gefertigt worden sind.
Die Gesamtfläche des Sonnenkraftwerkes teilt sich in fix aufgeständerte Paneele, das Versuchsfeld und die beweglich montierten Solarzellen – die so genannten "mover" und "tracker". Diese richten sich automatisch immer im idealen Winkel zur Sonne aus.
O´zapft is! Die Energie AG zapft die Sonne an: Feierliche Eröffnung des SolarCampus in Eberstalzell am 18. September 2010.
Mit den Dünnschichtmodulen können im direkten Vergleich mit herkömmlichen Modulen die Leistungsunterschiede sichtbar gemacht werden.


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