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Es werde Licht!

: ZKW Lichtsysteme


Licht ins Dunkel und damit Straßen zum Leuchten zu bringen und so die Verkehrssicherheit zu erhöhen, ist die Aufgabe der ZKW-Group. Deren MitarbeiterInnen entwickeln und produzieren Fahrzeuglicht-Systeme in begeisterndem Design für die Automobilindustrie. Dahinter stecken zukunftsweisende Innovationen in der Lichttechnik, ebenso aber auch in allen Teilgebieten der Kunststofftechnologie. Autor: Ing. Peter Kemptner / x-technik

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„Licht schafft Sicht und Sicht bedeutet Sicherheit, lautet das Unternehmensmotto der ZKW Group. Deren rund 5.300 MitarbeiterInnen entwickeln und produzieren Hightech-Scheinwerfersysteme für Kraftfahrzeuge. Alle Bilder: ZKW

„Licht schafft Sicht und Sicht bedeutet Sicherheit, lautet das Unternehmensmotto...

„Lichtfahrer sind sichtbarer“, lautete einst ein Werbespruch des Verkehrsministeriums. Ihn zu beherzigen, sollte die Verkehrssicherheit erhöhen. Das ist auch der Zweck der Arbeit aller 5.300 MitarbeiterInnen der ZKW-Group. Deren Produkte bringen das Licht auf die Straße, und zwar genau dort, wo es am dringendsten benötigt wird: Direkt vor dem Fahrzeug. Die ZKW–Group ist einer der innovativen, führenden Anbieter von Premium-Lichtsystemen für Kraftfahrzeuge. Zu ihrem Produktangebot zählen hauptsächlich Hauptscheinwerfer und Kleinleuchten für Pkw, Lkw und Motorräder. Diese sind bei namhaften Automobilherstellern wie BMW, AUDI, VW, Porsche, Daimler, VOLVO Car, MAN, Scania Truck oder VOLVO Truck und anderen im Einsatz und leisten einen wesentlichen Beitrag zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Lichttechnik im Wandel

Die Lichttechnik für Automotive-Anwendungen hat in den letzten Jahren einen so rasanten und grundlegenden Wandel vollzogen wie kaum eine andere Technologie. Dabei geht es nicht nur um die Wandlung vom einfachen Halogenscheinwerfer zum komplexen Hightech-Produkt mit Xenon-, LED- oder gar Laser-Lichttechnik. Die Scheinwerfer als Fahrzeugbestandteil haben sich ebenfalls gewandelt. In heutigen Automobilen werden komplexe Baugruppen aus unterschiedlichen Kunststoff-Formelementen verbaut. Sie sind so gestaltet, dass das Licht aus der eigentlichen Quelle unter allen auftretenden Betriebsbedingungen möglichst optimal nach außen geleitet und gerichtet wird. Zugleich schützen sie ihr Inneres vor mechanischer Belastung und den Einflüssen von Witterung.

Entwicklung als Projektarbeit

Die Entwicklung
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In heutigen Automobilen verbaute Scheinwerfer sind komplexe Baugruppen aus unterschiedlichen Kunststoff-Formelementen. Diese sind daher wesentlicher Bestandteil des Entwicklungs- und Produktionsportfolios von ZKW.

In heutigen Automobilen verbaute Scheinwerfer sind komplexe Baugruppen aus unterschiedlichen...

jedes neuen Scheinwerfersystems erfolgt als Projektarbeit in enger Kooperation mit dem Kunden und dauert ca. zwei Jahre. Dabei erfolgt auch eine intensive Zusammenarbeit zwischen den rund 2.300 MitarbeiterInnen am Hauptsitz der ZKW Group im niederösterreichischen Wieselburg und den KollegInnen in anderen ZKW-Standorten. Neben dem Entwicklungs- und Produktionsstandort für Elektronikmodule in Wiener Neustadt sind das Werke in der Tschechischen Republik und der Slowakei, den USA und Mexiko sowie in Indien und China, mit denen die ZKW-Group nahe an ihren Kunden agiert.

Kunststofftechnische Herausforderungen

Hergestellt werden die meisten Teile der ZKW-Produkte großteils in vollautomatischer Fertigung auf modernsten Spritzgießmaschinen. Verwendet werden alle Arten technischer Thermoplaste. Die problemlose Beschichtung der fertig gespritzten Teile setzt neben einer perfekten Oberfläche auch eine Antistatikbehandlung voraus. Solche und andere Vorgaben, die bei Entwicklung, Fertigungsüberleitung und Arbeitsvorbereitung sowie in der Produktion von Komponenten für ZKW-Produkte zu berücksichtigen sind, bringen Herausforderungen in allen Teilbereichen der Kunststofftechnologie, von Chemie und Materialkunde bis Werkzeugkonstruktion und -bau.

Von der HTL in die Prozessentwicklung

Die Karriere von Markus Resel begann mit einer Lehre als Kunststoff-Formgeber bei ZKW. „Die Entscheidung dafür und gegen den Beruf des Installateurs ist mir nicht leicht gefallen. Es waren die besseren Aufstiegschancen, die mich
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ZKW produziert in modernsten Produktionsanlagen Lichtsysteme für die Fahrzeuge dieser Welt. Die Beschäftigung mit Kunststoffen in dem Niederösterreichischen Unternehmen bietet vielfältige und abwechslungsreiche Karrierechancen in allen Standorten weltweit.

ZKW produziert in modernsten Produktionsanlagen Lichtsysteme für die Fahrzeuge...

überzeugt haben“, sagt der heute 27-jährige. Das bewahrheitete sich bereits schnell, denn beim ausgezeichneten Lehrabschluss empfahl ihm ein Berufsschullehrer, eine HTL-Ausbildung anzuschließen. „So stieg ich am TGM in Wien in der zweiten Klasse im Zweig Kunststoff- und Umwelttechnik der Fachrichtung Werkstoffingenieurwesen ein.“

ZKW erkannte ebenfalls das Potenzial des jungen Mitarbeiters und förderte seine Weiterbildungsambitionen. Im ersten Jahr konnte Markus Resel in Bildungskarenz gehen und zwischen den Schuljahren war ihm ein Ferialjob in Wieselburg sicher. Auch beim Wiedereinstieg als Maturant im Jahr 2012 erhielt er vom Unternehmen Unterstützung. Heute ist er im Bereich Prozessentwicklung Kunststoff tätig, wo er Teile von der Machbarkeitsprüfung bis zur Serienüberleitung begleitet. „Die Tätigkeit bringt täglich neue Herausforderungen, das hält sie abwechslungsreich und spannend“, sagt Markus Resel. „Zudem besteht sie nicht nur aus Schreibtischarbeit. Theorie und Praxis halten sich die Waage.“

Entwicklungsergebnisse virtuell absichern

DI Thomas Paier hatte im Gegensatz dazu bereits viele Jahre lang im Kunststoffbereich gearbeitet, bevor er 2005 zu ZKW kam. Vorangegangen war seiner Berufslaufbahn eine HTL-Ausbildung zum Kunststofftechnik-Ingenieur am TGM. Während seiner langjährigen Tätigkeit bei einem Kunststoff-Unternehmen in Oberösterreich absolvierte er zusätzlich ein Maschinenbau-Fernstudium an der FH Mittweida, dem ein Masterstudium für Industrial Management mit Prozess- und Projektmanagement als Vertiefung folgte, dessen Abschluss bereits in die Zeit bei ZKW fiel.

Bereits in seiner
früheren Tätigkeit haben Berechnung und Simulation eine wesentliche Rolle bei der Material- und Produktentwicklung gespielt. Nach einer kurzen Phase als technischer Projektleiter ist Thomas Paier bei ZKW nun schon seit einiger Zeit in der Simulation tätig und leitet heute die 18-köpfige Gruppe derjenigen, die sich mit nicht-lichttechnischen Simulationen beschäftigen. „Das schließt alle Prozess-, Festigkeits- und Spritzgussfluss-Simulationen zur Überprüfung der Entwicklungsergebnisse mit ein“, sagt der Familienvater. „An ZKW als Unternehmen gefällt mir einerseits die hohe Dynamik, die zu wechselnden Herausforderungen führt“, sagt er. „Diese kann ich in einem verantwortungsvoll geführten Familienunternehmen mit viel Autonomie und der Gewissheit eines soliden Unterbaus lösen.“

Die Kunststofftechnologie hat ihre Faszination auf Thomas Paier nicht verloren. „Die Werkstoffgruppe ist immer noch recht jung und hält weiterhin viele neue Herausforderungen bereit“, empfiehlt jungen Menschen, sich Ausbildungs- oder Berufswahl in dieser Richtung zu überlegen. „Zudem gibt es von der Chemie bis zum Maschinenbau eine sonst nicht ohne Weiteres zu findende Vielfalt und Bandbreite der Beschäftigung mit der Materie.“

Spannende Gelegenheiten

Nicht zuletzt als Folge des hoch dynamischen Wachstums finden MitarbeiterInnen von ZKW in allen Bereichen spannende Gelegenheiten für die Entwicklung der eigenen Karriere. „Offene Stellen in der gesamten ZKW-Group werden zuerst intern ausgeschrieben“, bestätigt Marlene Garstenauer, Human Resources Management Personalmarketing bei ZKW.

Unterstützt werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der standortübergreifenden Zusammenarbeit durch ein breit gefächertes Aus- und Weiterbildungsangebot im konzerneigenen Competence Training Center. Das beschränkt sich nicht auf die fachliche Qualifikation, sondern enthält beispielsweise auch Kurse für viele Sprachen und für den richtigen interkulturellen Umgang mit anderen Menschen.

„Licht schafft Sicht und Sicht bedeutet Sicherheit, lautet das Unternehmensmotto der ZKW Group. Deren rund 5.300 MitarbeiterInnen entwickeln und produzieren Hightech-Scheinwerfersysteme für Kraftfahrzeuge. Alle Bilder: ZKW
In heutigen Automobilen verbaute Scheinwerfer sind komplexe Baugruppen aus unterschiedlichen Kunststoff-Formelementen. Diese sind daher wesentlicher Bestandteil des Entwicklungs- und Produktionsportfolios von ZKW.
ZKW produziert in modernsten Produktionsanlagen Lichtsysteme für die Fahrzeuge dieser Welt. Die Beschäftigung mit Kunststoffen in dem Niederösterreichischen Unternehmen bietet vielfältige und abwechslungsreiche Karrierechancen in allen Standorten weltweit.


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