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Durchflussmessung - Welches Gerät verwende ich bloß?

: Endress+Hauser


Werden Gase oder Flüssigkeiten durch ein Rohr, z. B. durch eine Pipeline, transportiert, so ist deren Mengenmessung stets ein notwendiges Verfahren um z. B. den Durchflusswert für den Gaslieferanten und den -abnehmer bei Übergabe des Gases in einer Gasstation ermitteln zu können. Auch um Rezepturen von Flüssigkeiten richtig zusammenstellen zu können, bedarf es grundsätzlich einer Mengenmessung.

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Ing. Gerhard Pölzmann Produktmanager für die Durchflussmesstechnik bei Endress+Hauser Messtechnik in Österreich

Ing. Gerhard Pölzmann Produktmanager für die Durchflussmesstechnik bei Endress+Hauser...

Für die Erfassung des Durchflusses gibt es eine Vielzahl von möglichen Messverfahren. Die mechanischen Verfahren lassen wir mal außen vor und konzentrieren uns hier auf flüssige oder gasförmige Medien.

Die richtige Auswahl und Auslegung

Zuallererst muss man über das Medium Bescheid wissen. Sollen Flüssigkeiten gemessen werden, so stellt sich die erste Frage ob der Leitfähigkeit des Mediums. Hat das Medium mehr als 5µS/cm Leitfähigkeit (Ausnahme VE Wasser >50µS/cm), dann kann mit einem magnetisch induktiven (Induktiv= Flussdichte) Messverfahren gearbeitet werden – was meist in der Praxis der Fall ist.

Das magnetisch induktive Messverfahren basiert auf dem faradayschen Induktionsgesetz. Ein bewegter Leiter in einem Magnetfeld induziert Spannung. Die Stärke der induzierten Spannung ist bei einer konstanten magnetischen Flussdichte proportional zur Fließgeschwindigkeit. Der bekannte Rohrquerschnitt wird mit der Fließgeschwindigkeit multipliziert und als Ergebnis erhält man den Durchfluss. Der so ermittelte Wert ist das Volumen (m³/h, l/s …). In der Praxis ist es umgekehrt, die Menge ist bekannt und der Rohrquerschnitt soll ermittelt werden.

Weiters ist bei der Auslegung die Temperatur des Mediums von hoher Bedeutung. Das Messrohr hat eine Kunststoffauskleidung, diese Auskleidung stellt die Isolation zwischen dem Medium und dem metallischen Messrohr sicher. Da der Kunststoff aber im direkten Kontakt mit dem Medium steht, muss er temperatur- sowie chemischbeständig
sein. Die maximale Mediumstemperatur beträgt 180°C. Zur Auswahl für diese Vorgaben stehen verschiedene Materialien wie PU, Hartgummi, Keramik, PTFE oder PFA – je nach Medium sind passende Auskleidungen auszuwählen.
Diese Maßgabe gilt auch bei den Messelektroden, welche direkten Kontakt mit dem Medium haben. Ist das Medium hoch korrosiv dann sind übliche Edelstahlelektroden nicht beständig (Das Medium zersetzt die Elektroden und das Messgerät wird defekt). Für diesen Fall gibt es Sondermaterialien wie Hastelloy C oder Platin Rhodium.



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