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Die Herausforderung ruft

: Sigmatek


In der Software-Entwicklung des Automatisierungstechnikherstellers Sigmatek gibt es eine große Bandbreite an Jobmöglichkeiten. Welche unterschiedlichen Aufgaben auf Programmier-Begeisterte warten und was einen guten Software-Entwickler ausmacht, erkundete Wanted bei einem Besuch vor Ort.

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Maximilian Leschanowsky ist seit 2008 Programmierer bei Sigmatek. Neugierde, Hartnäckigkeit und Kreativität zählen für ihn zu den wichtigsten Eigenschaften eines Programmierers.

Maximilian Leschanowsky ist seit 2008 Programmierer bei Sigmatek. Neugierde,...

Sigmatek zählt weltweit zu den Vorreitern der Automatisierungstechnik. In der Firmenzentrale in Lamprechtshausen nahe Salzburg und im Entwicklungsbüro in Wien entstehen die kompletten Systemlösungen – bestehend aus Hard- und Software, die im industriellen Maschinenbau zum Einsatz kommen. Die Software-Entwicklung der Automatisierungsexperten umfasst die Bereiche Betriebssystem auf Linux-Basis, Embedded Firmware und Softwaretools für die objektorientierte Steuerungsprogrammierung sowie für Visualisierungen unter Visual C++ bzw. C# und JavaScript. Zudem gibt es noch das Applikationsteam, das kundenspezifische Anwendungssoftware realisiert. Rund 85 der weltweit 500 Mitarbeiter befassen sich täglich mit Softwareentwicklung. Es ist also für jeden Programmier-Begeisterten die passende Herausforderung dabei – ob erfahrener Experte oder Berufseinsteiger.

Wen suchen wir?

Im Fokus der Software-Abteilung steht aktuell die Entwicklung eines neuen Web-Visualisierungstools: HTML5 basierend, JavaScript, CSS3. Das ist speziell für die Tool-Abteilung eine große Herausforderung, da es sich um eine komplette Neuentwicklung handelt, die zudem nahtlos in die eigene Entwicklungsumgebung LASAL integriert werden muss. „Da geht es um neue Lösungsansätze, Software-Architektur, Oberflächendesign, Schnittstellen und Logik, die es im Hintergrund aus zu programmieren gilt“, erzählt Maximilian Leschanowsky, Teamleiter der Software-Tool-Entwicklung. Seit 2008 arbeitet der HTL-Mechatronik-Absolvent in der Softwareabteilung und ist heute noch genauso begeistert bei der Sache wie am ersten Arbeitstag. „Aus 1000 möglichen Lösungswegen, den effektivsten und effizientesten auszumachen, ist einfach spannend. In meinem Job werde ich jeden Tag aufs Neue gefordert und
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Die Tool-Softies bei der morgendlichen Teambesprechung: Gemeinsam wird an Lösungsansätzen gefeilt und über Probleme diskutiert.

Die Tool-Softies bei der morgendlichen Teambesprechung: Gemeinsam wird an Lösungsansätzen...

wachse so mit meinen Aufgaben.“

Das Tool-Team wird aktuell verstärkt. Worauf kommt es dem Teamleiter bei Bewerbern an und was macht einen guten Software-Entwickler aus? „Programmiererfahrung ist ein großes Plus für den Einstieg in die Software. Auf die Sprache kommt es dabei gar nicht so an, denn Programmiersprachen lassen sich auch on the job erlernen. Wer Talent und Spaß am Programmieren hat, zudem neugierig ist und gerne komplexe Problemstellungen löst, erfüllt alle wichtigen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start in die Programmier-Karriere“, so der Teamleiter.

Agile Software-Entwicklung

Die Zusammenarbeit in der Software-Abteilung basiert auf modernsten Ansätzen, wie der agilen Software-Entwicklung. Diese zeichnet sich durch selbstorganisierte Teams aus – regelmäßige Meetings sind dabei Pflicht. „Jeder Arbeitstag beginnt mit einem gemeinsamen Meeting aller Teammitglieder. Programmierer schreiben zwar lieber Code als darüber zu reden, aber durch die täglichen Meetings ist jeder Mitarbeiter über den Projektstand informiert und kann dazu beitragen, Fehler früh zu erkennen und kreative Lösungsansätze zu finden. Über Skype können auch unsere fünf Software-Mitarbeiter in Wien an den Besprechungen teilnehmen“, erklärt Maximilian Leschanowsky.

Gekommen um zu bleiben

Was im Sommer für Robert Fritz – Student der Informationstechnik an der FH Salzburg – als Praktikum in der Software-Abteilung begann, hat sich schnell zu einer Festanstellung entwickelt.
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Vom Praktikanten zur Festanstellung – Robert Fritz konnte mit seinen Programmier-Skills überzeugen und ist nun fester Bestandteil des Tool-Teams. Sein Mentor Maximilian Leschanowsky steht ihm jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Vom Praktikanten zur Festanstellung – Robert Fritz konnte mit seinen Programmier-Skills...

Während seiner Praktikumszeit konnte Robert mit seinen hervorragenden Leistungen überzeugen und wird in Zukunft das Software-Team als Teilzeitmitarbeiter neben seinem Studium unterstützen. „Das Programmieren ist meine große Leidenschaft und macht mir auch in meiner Freizeit großen Spaß. Bei Sigmatek durfte ich von Anfang an Aufgaben selbstständig lösen und an wichtigen Projekten, wie der Entwicklung des neuen Visualisierungstools, mitarbeiten. Maximilian steht mir dabei als Mentor jederzeit zur Seite und stärkt mir den Rücken.“



Nah an der Anwendung

Ein Erfolgsfaktor von Sigmatek ist, dass das Salzburger Unternehmen seine Kunden bei Bedarf bei der Erstellung der Anwendungssoftware unterstützt. In der „Kundenapplikation“ arbeiten die Software-Ingenieure an unterschiedlichsten Maschinenprojekten – vom Handling-Roboter über Spritzgießmaschinen bis hin zu kompletten Verpackungslinien. Direkt von der HTL in die Applikationsabteilung ist Klemens Armstorfer eingestiegen. Der Elektrotechnik-Absolvent war drei Sommer lang als Ferialpraktikant in der Zentrale in Lamprechtshausen – zuerst in der Produktion, dann in der Hardware-Entwicklung und zuletzt in der Applikation. Spätestens da war Klemens klar, dass Kundensoftware-Entwickler sein Traumberuf ist. „Ich arbeite gerne anwendungsspezifisch, da ich so einen Bezug zum fertigen Produkt habe. Als Applikationsingenieur bin ich zudem auch direkt beim Kunden vor Ort und komme so im In- und Ausland herum.“

Win-win-Situation

Von
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Markus Sinzinger, David Fingerlos, Klemens Armstorfer und Lukas Furtner haben im Rahmen ihrer Diplomarbeit ein elektrisch betriebenes Renn-Kart entwickelt. Gesteuert wird das E-Renn-Kart mit modernster Technik und Software von Sigmatek.

Markus Sinzinger, David Fingerlos, Klemens Armstorfer und Lukas Furtner haben...

Praktika und Diplomarbeiten profitieren Schüler und Studenten genauso wie Unternehmen. „Wir kooperieren laufend mit Bildungseinrichtungen in ganz Österreich, stellen Laborausstattungen zu Verfügung und unterstützen Projekt- und Diplomarbeiten. Rund 50 Schülern und Studenten geben wir jährlich die Chance, Berufspraxis zu sammeln und sich ein detailliertes Bild über den angestrebten Job zu machen. Den Praktikanten und Praktikantinnen, die sich besonders engagieren und uns von ihrem Talent überzeugen, bieten wir attraktive Einstiegschancen“, erklärt Mag.a Marianne Kusejko, Geschäftsführung Finanzen und Personal bei Sigmatek.

Wie eben beispielsweise Robert Fritz und Klemens Armstorfer. „Bei meinem Praktikum hat mich beeindruckt, was hier an Hightech entsteht. Das objektorientierte Programmieren mit LASAL hat von Anfang an Riesenspaß gemacht. Die Anwendungssoftware lässt sich damit übersichtlich und logisch erstellen“, so Klemens. Daher lag es nahe, dass er mit seinen drei Kollegen im Rahmen des Maturaprojektes um Unterstützung anfragte.

Projekt: Renn-Kart mit Elektroantrieb

Von 0 auf 80 km/h in 3,6 Sekunden und eine maximale Geschwindigkeit von 126 km/h – mit diesen Werten kann es das elektrisch betriebene Renn-Kart der vier HTL-Absolventen locker mit aktuellen Rennkarts aufnehmen. Klemens Armstorfer, David Fingerlos, Lukas Furtner und Markus Sinzinger wurden bei der Realisierung ihrer Diplomarbeit tatkräftig von SIGMATEK unterstützt. Im Fokus des Projektes stand die Verknüpfung von Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit der E-Mobilität mit dem Spaß am Fahren und Renntauglichkeit. Um all diese Faktoren unter einen Hut zu bringen, ist modernste Automatisierungstechnik nötig. Mit dem superkompakten S-DIAS-Steuerungssystem
lassen sich alle Fahrzeugkomponenten steuern. Ein in das Lenkrad integriertes 3,5 Zoll Farb-Touchdisplay hat alle relevanten Fahrzeugdaten auf dem Schirm: Geschwindigkeit, Fahrmodus und Statusanzeige. Die Programmierung des E-Renn-Karts mit Antriebsschlupfregelung, intelligenter Temperaturüberwachung und Akkustand-Anzeige erfolgte mit der all-in-one Software LASAL.

Maximilian Leschanowsky ist seit 2008 Programmierer bei Sigmatek. Neugierde, Hartnäckigkeit und Kreativität zählen für ihn zu den wichtigsten Eigenschaften eines Programmierers.
Die Tool-Softies bei der morgendlichen Teambesprechung: Gemeinsam wird an Lösungsansätzen gefeilt und über Probleme diskutiert.
Vom Praktikanten zur Festanstellung – Robert Fritz konnte mit seinen Programmier-Skills überzeugen und ist nun fester Bestandteil des Tool-Teams. Sein Mentor Maximilian Leschanowsky steht ihm jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.
Markus Sinzinger, David Fingerlos, Klemens Armstorfer und Lukas Furtner haben im Rahmen ihrer Diplomarbeit ein elektrisch betriebenes Renn-Kart entwickelt. Gesteuert wird das E-Renn-Kart mit modernster Technik und Software von Sigmatek.



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