Fachverlag x-technik
search
 

Schließen

PDF


Bewerben, aber richtig

: Knapp


Ob Automatisierungstechniker, Softwareentwickler, Projektleiter oder Elektroplaner – bei Knapp bewerben sich jedes Jahr Personen mit den unterschiedlichsten Ausbildungen für die verschiedensten Jobs. Anna Braun, seit drei Jahren als Recruterin beim Intralogistik-Unternehmen Knapp tätig, weiß worauf es ankommt. Im Interview verrät sie, worauf bei der Bewerbung zu achten ist, was ein erfolgreiches Auftreten ausmacht und welche sozialen Kompetenzen gefragt sind.

/xtredimg/2014/Wanted/Ausgabe108/5377/web/KNAPP_Bewerber_im_Gesprach_2.jpg
Welche Möglichkeiten einer Bewerbung gibt es bei Knapp?

Die meisten Bewerber senden ihre vollständigen Unterlagen in digitalisierter Form entweder an personal@knapp.com oder bewerben sich mittels Onlineformular über unsere Website. Dabei werden die Daten der Bewerber direkt erfasst und weiterverarbeitet. Auch wenn wir dadurch alle grundsätzlichen Daten erhalten, lege ich auf zusätzliche Informationen großen Wert. Ein Lebenslauf, ein Foto sowie relevante Zeugnisse können das Bild des Bewerbers abrunden und bei der Entscheidungsfindung ausschlaggebend sein. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit der klassischen Bewerbung per Post. Allerdings empfinde ich diese Art der Bewerbung als überholt und nicht mehr zeitgemäß.

Worauf kommt es an?

Bei jedem Bewerbungsgespräch ist es wichtig, dass ich mich vorab über das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle informiere. Neben den allgemeinen Informationen sollten sich die Bewerber darüber Gedanken machen, ob die Werte des Unternehmens mit den eigenen Wertvorstellungen übereinstimmen. Wie sehen meine Erwartungen aus und decken sich diese mit denen des Unternehmens? Wenn es dabei zu keiner mehrheitlichen Übereinstimmung kommt, werde ich mich in diesem Job nicht wohlfühlen.

Neben den allgemeinen Fragen zum Unternehmen ist es für mich besonders wichtig, dass der Jobsuchende kompetent auftritt und authentisch ist. Dabei stehen nicht altgediente
Kleidungsvorschriften im Mittelpunkt, sondern wir erwarten aufgeschlossene, gut ausgebildete und zuverlässige Mitarbeiter. Passen Schein und Sein nicht zusammen, verstellt sich gar der Bewerber oder stimmt das Handeln nicht mit dem vermittelten Bild überein, dann wird es für denjenigen schwierig. Offenheit und Ehrlichkeit sind wichtige Faktoren im Entscheidungsprozess. Motive und Gefühle bestimmen das Verhalten und dürfen auch gezeigt werden.

Wie informiere ich mich über das Unternehmen?

Da fällt mir eine Vielzahl an Möglichkeiten ein. Einerseits über unsere Website, Social Media-Plattformen wie Facebook oder YouTube, durch Zeitungen, Firmenführungen oder Aktionen zur Berufsorientierung wie beispielsweise den Girls' Day und nicht zuletzt über einen unserer 1.500 steirischen Mitarbeiter. Wir sind regelmäßig auf Recruitingmessen vertreten, sodass sich Interessierte dort in einem ungezwungenen Gespräch erste Informationen über Knapp holen können. Auch Ferialpraktika sind gute Gelegenheiten, mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten und sich gegenseitig besser kennenzulernen. Nicht zu vergessen ist unsere jährlich stattfindende SPS-Challenge (Teamwettbewerb für HTL-Schüler) und der Coding Contest (Programmierwettbewerb für Nachwuchstalente).

Welche Tipps geben Sie Bewerbern für ein erfolgreiches Auftreten?

Wichtig ist, dass der Bewerber authentisch bleibt und sein Auftreten und seine Ausdrucksweise stimmig sind. Für mich als Rekruiterin soll auf den ersten Blick sichtbar sein, dass der Jobsuchende motiviert und engagiert ist. Eigeninitiative und eine konkrete Vorstellung, warum er bei Knapp in einer bestimmten Funktion arbeiten will, sind vorteilhaft.

Wie steht das Unternehmen zu Weiterbildungen?

Fachwissen und Wissensträger werden bei Knapp speziell gefördert – neben dem umfassenden Aus- und Weiterbildungsangebot in der Knapp-Akademie bieten wir mit der Fachkarriere einen attraktiven Karriereweg für Techniker und Spezialisten. Immer mehr Mitarbeiter studieren auch berufsbegleitend und können sich aufgrund der Internationalität, Unternehmensgröße und anspruchsvollen Aufgabenbereiche vielfältig im Unternehmen weiterentwickeln. Für uns hat die Gesundheit und das Wohlbefinden des Mitarbeiters hohe Priorität, deshalb bieten wir mit dem Gesundheitsprogramm KNAPPvital auch Fitnesskurse und Massagen im Haus an.

Welche Mitarbeiter suchen Sie konkret?

Wir sind permanent auf der Suche nach qualifizierten Technikern, ob von HTLs, Fachhochschulen oder Universitäten. Besonders stolz sind wir auch auf unser internes Ausbildungssystem. Laufend absolvieren rund 50 Lehrlinge eine Lehre zum Mechatroniker, Metalltechniker oder IT-Techniker. Ein Großteil dieser Lehrlinge entscheidet sich für die „Lehre mit Matura“, dabei werden die Vorbereitungskurse im Haus absolviert. Nach Abschluss der Lehre sind sie gefragte Fachkräfte im Unternehmen. Je nach persönlichem Interesse stehen ihnen eine Vielzahl an Entwicklungsmöglichkeiten offen – von der mechanischen und elektrischen Planung unserer Logistikanlagen bis zur Inbetriebsetzung oder Kundenbetreuung.

Wie sieht der Aufnahmeprozess bei den Lehrlingen aus?

Wir wählen sehr sorgfältig die besten Kandidaten aus. Der Aufnahmeprozesse umfasst
eine Schnupperwoche im Unternehmen, einen Aufnahmetest sowie ein persönliches Gespräch mit den Eltern. Erreicht der Kandidat eine bestimmte Punkteanzahl, überzeugt mit seiner Persönlichkeit und bringt ein starkes Interesse an dem Beruf mit, führen wir ein weiterführendes Gespräch gemeinsam mit den Eltern.

Wie wichtig ist das persönliche Gespräch mit den Eltern?

Wenn es um eine Lehrausbildung geht, so ist es für uns sehr wichtig, dass auch das Elternhaus hinter der Entscheidung des Jugendlichen steht. Es gibt in der Lehre keinen klassischen Elternsprechtag, an dem sich Eltern und Ausbilder austauschen können. Daher nutzen wir diese Möglichkeit zu Beginn, um sich gegenseitig besser kennenzulernen, mit dem Ziel, den Jugendlichen während der Ausbildungszeit optimal begleiten zu können.

Danke für das Gespräch.


Zum Firmenprofil >>


Bericht in folgenden Kategorien:
Steiermark, Bewerbungstipps, Automatisierung, Top Arbeitgeber

Special Mechatronik

„Rien ne vas plus“ … ohne Mechatronik. Aus dem täglichen Leben ist die Mechatronik nicht mehr wegzudenken. Ob zu Hause im Einsatz durch humanoide Robotersysteme oder in der industriellen Fertigung, im Mobilfunk, im Automotiv Bereich (EPS…) usw. überall ist Mechatronik „drin“, auch wenn der Laie das nicht auf den ersten Blick feststellen kann. Ausgebildete Mechatroniker werden gesucht und die Jobs sind krisensicher sowie gut dotiert.
mehr lesen >>

Im Gespräch

/xtredimg/2018/Wanted/Ausgabe245/15672/web/a_0082806.jpgMitarbeiter 4.0: Die Grundeinstellung muss passen, der Rest ist erlernbar
Eine kontinuierlich voranschreitende Digitalisierung bringt nicht nur erhebliche Chancen, sondern auch große Herausforderungen mit sich: Denn überall, wo sich Gravierendes verändert, gilt es technologisch und ausbildungsmäßig Schritt zu halten mit dem Neuen. x-technik fragte bei Thomas Lutzky, Geschäftsführer von Phoenix Contact Österreich, nach wie er das Berufsbild eines „Mitarbeiters 4.0“ beschreiben würde und ob bzw. inwieweit heute andere Skills verlangt werden als früher. Das Gespräch führte Sandra Winter, x-technik
Interview lesen >>

Newsletter abonnieren