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Ausbildungscamp für Senkrechtstarter

Vom Berufseinsteiger zu einem umfassend ausgebildeten Experten in nur neun Monaten – das „Lenze Automation Camp“ macht es möglich. Dieses hochwertige Traineeprogramm wendet sich an ambitionierte HTL-, FH- oder TU-Abgänger, die sich auf schnellstem Wege zu Systemingenieuren von internationalem Format weiterentwickeln wollen. Andreas Höchtl und Arian Moraveji waren bei der ersten Ausgabe dieses neu geschaffenen Schulungsangebots mit dabei. Ihr Resümee: Genial und äußerst empfehlenswert! Von Sandra Winter, x-technik

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Intensiv, fordernd, aber ungemein lehrreich – so beschreiben Andreas Höchtl und Arian Moraveji das Lenze Automation Camp. Die beiden Österreicher waren gemeinsam mit drei Deutschen, zwei Italienern und einem Polen bei der ersten Ausgabe dieses in englischer Sprache abgehaltenen Ausbildungsprogramms mit dabei. „Das ist eine andere Art, in ein Unternehmen einzusteigen. Der klassische Weg ist, dass man nach einer ein- bis mehrwöchigen Einschulungsphase vorwiegend als stiller Beobachter an ersten Kundenprojekten teilnimmt, um unter der Obhut erfahrener Kollegen langsam in die Materie hineinzuwachsen. Im Automation Camp hingegen wird man von Anfang an darauf getrimmt, selber zu machen bzw. eigenständig zu lösen“, erklärt Andreas Höchtl. Das dafür nötige fachliche Rüstzeug bekommen die Trainees von den besten und erfahrensten Köpfen des global aufgestellten, insgesamt rund 3.700 Mitarbeiter starken Lenze-Teams vermittelt. „Du lernst während dieses neunmonatigen Intensivtrainings nicht nur jede Menge profunder ‚grauer‘ Theorie, sondern bekommst auch die Herangehensweise an ein konkretes Projekt gelehrt“, schildert der 23-jährige Oberösterreicher. In seinem Fall war es eine detailgetreue Simulation einer realen, vor einigen Jahren von Lenze umgesetzten Druckmaschinen, an der er sein Talent als Projektverantwortlicher unter Beweis stellen konnte.

„Erklärtes Ziel des Automation Camps ist es, junge Menschen fit zu machen für den Einsatz beim Kunden. Demnach wird großer Wert darauf gelegt, dass die Teilnehmer ein entsprechendes Basiswissen in allen Bereichen der Automatisierungstechnik erhalten. Außerdem geht es darum, verschiedene Produktionsprozesse verstehen zu lernen. Dazu wird die Konzepterstellung typischer Automationsaufgaben u. a. an fiktiven Maschinen geübt“, verrät Marketing Communications Managerin Andrea Pihurik, weitere Details über ein Schulungsformat für Berufseinsteiger, das vom Global Head of Application & Support bei Lenze, Martijn Theunissen, höchstpersönlich
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ins Leben gerufen wurde. Denn hochqualifizierte Mitarbeiter mit den „richtigen“ Kompetenzen sind für eine Unternehmensgruppe, die weltweit mehr als 1.000 Maschinenprojekte pro Jahr automatisiert, geradezu essentiell.

Mitten drin statt nur dabei

Als Gesamtanbieter für Automatisierungslösungen benötigt Lenze bestens ausgebildete Systemingenieure, die mit FAST-Bausteinen, Remote-IOs oder Multitouch-Panels genauso auf Du-und-Du sind wie mit allem, was mit Industrie 4.0, Cloud Connectivity oder Controller-based Automation zu tun hat. Das Automation Camp stellte sich bereits beim ersten Anlauf als perfekte Nachwuchsschmiede für diese Anforderungen von heute bzw. morgen heraus. „Unser Plan ist zu 100 % aufgegangen. Andreas und Arian haben während dieser neunmonatigen Ausbildungsphase das komplette ‚Skills-Package‘ erhalten und sind jetzt super wertvolle Mitarbeiter für uns. Sie wissen, worum es geht und wir können ihnen jedwede Projekte zuweisen, weil sie entsprechend umfassend geschult wurden. Mit einem Wort: es ist, als ob sie schon jahrelang bei Lenze mit dabei wären“, freut sich Andrea Pihurik, dass dieses praxisnah gestaltete Traineeprogramm die erhofften Früchte trägt.

Als Marketing-Verantwortliche profitiert sie ebenfalls von den beiden top-ausgebildeten „Newcomern“. So entpuppte sich Arian Moraveji beispielsweise sehr schnell als genau DER Richtige, um einen Alexa-Showcase für einen besonders publikumswirksamen Messeauftritt zu kreieren. „Das, was wir bei Lenze jetzt im Großen umsetzen, habe ich während meiner Schulzeit aus privatem Interesse mit einem Raspberry Pi bereits im Kleinen gemacht“, outet sich einer, der seit jeher leidenschaftlich gerne programmiert. „Ich sehe so viele spannende Themen auf die
Automatisierungswelt zukommen – den vermehrten Einzug dezentraler, künstlicher Intelligenz, eine zunehmende vertikale und horizontale Vernetzung, neue Geschäftsmodelle auf Basis digitaler Services und vieles andere mehr – das fasziniert mich total und ich genieße es, dass ich diese Begeisterung für Neues, Zukunftsweisendes nun auch beruflich ausleben kann“, zeigt sich Arian Moraveji sichtlich zufrieden mit seiner Arbeitgeberwahl.

Topfit für den Praxiseinsatz

Bei ihm war es eine Recruiting-Firma, die auf das Lenze-Spezial-Angebot für hochmotivierte Berufseinsteiger aufmerksam machte: „Die Idee eines Automation Camps, wo man von erfahrenen Top-Leuten von der Pike auf lernt, worauf es als Applikations- oder Systemingenieur wirklich ankommt, hat mich auf Anhieb überzeugt“, erinnert sich der 23-jährige an seine Bewerbungsphase zurück. Heute, nur ein Jahr später, ist er u. a. als Mitglied des globalen Synchronized Motion-Experten-Teams bereits mitten drin im Lösungsgeschehen.

„Letzte Woche schrieb ich eine Software für eine Maschine, die Deckel produziert. Diese Woche halte ich ein Training für Kollegen aus Deutschland und nächste Woche steht eine Schulung für unsere Performance-Partner aus Osteuropa auf meiner To-do-Liste“, gewährt Arian Moraveji einen kleinen Einblick in seinen mittlerweile mit unterschiedlichsten Projekten prall gefüllten Terminkalender. „Ich hätte niemals gedacht, dass ich in so jungen Jahren bereits in die ‚Lehrer-Rolle‘ schlüpfen könnte – schon gar nicht als Neuling, aber das Lenze Automation Camp bildet die perfekte Basis dafür. Aufbauend auf unserer technischen Schulausbildung wurden wir in neun äußerst lehrreichen Monaten topfit für den Praxiseinsatz gemacht“, lobt er und fügt ergänzend hinzu: „Das heißt: Wenn unsere Vorgesetzten sagen ‚mach‘ das mal bitte, dann können wir das auch."

Es bedeutet definitiv einen klaren Vorteil in seinem beruflichen Umfeld, wenn man sagen kann „Hey, ich weiß, worum es worum es geht, ich habe so etwas Ähnliches bereits gemacht“, bestätigt auch Andreas Höchtl. Er hat sich nach dem Camp u. a. auf Visualisierungslösungen
und auf alles, was in irgendeiner Form „außergewöhnlich“ ist, spezialisiert. „Je komplizierter, desto spannender für mich. Ich habe festgestellt, dass mir besonders knifflige Aufgabenstellungen den meisten Spaß bereiten“, verrät er. Bei ihm waren es übrigens die Soft-Skills-Trainings, die den nachhaltigsten Eindruck hinterließen. „Erst gestern wieder habe ich mich bei einem Kundentermin darauf besonnen, mit welchen rhetorischen Kniffen man das Eis brechen und eine lockere Gesprächsatmosphäre schaffen kann“, erklärt der Automation Camp-Absolvent, der nun genauso wie Arian Moraveji in der Abteilung Engineering am Standort Asten tätig ist.

Die guten Kontakte zur Lenze-Zentrale in Aerzen-Groß Berkel bei Hameln und zu den anderen Automation Camp-Teilnehmern bestehen aber weiterhin: „Die globale Vernetzung aller Lenze-Mitarbeiter erfolgt nicht nur virtuell, sondern wann immer es möglich ist, versuchen wir direkt, sprich persönlich miteinander zu kommunizieren, damit das Zwischenmenschliche erhalten bleibt“, freut sich Arian Moraveji über eine Gesprächskultur, die ganz nach seinem Geschmack ist. Denn es heißt nicht umsonst „Durchs Reden kommen d'Leut zam“. „Mittlerweile sind wir bestens vernetzt in der Lenze-Community: Wir wissen ganz genau, wer eine Stufe höher Support leisten könnte. Und was den Kontakt zu den anderen Camp-Teilnehmer bzw. zu den Ausbildnern betrifft, kann ich nur sagen: Wenn man monatelang intensiv miteinander arbeitet, entsteht ein Band, das nicht so schnell abreißt“, erklärt Andreas Höchtl. Zumal während der Ausbildungsphase auch der Spaß nicht zu kurz kam. Angeblich war da irgendetwas mit einer Speed-Boot-Fahrt auf dem Rhein, bei der es darum ging, die Kollegen bei „wohligen“ sechs! Grad Celsius Wassertemperatur eher unfreiwillig baden gehen zu sehen, aber das ist eine andere Geschichte …





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