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Anschauliche Technik, leuchtende Augen

: Festo


Rasant wie kaum in einer anderen Branche haben sich in der Technik die Berufsbilder im vergangenen Jahrzehnt verändert. Damit sind auch die Anforderungen an die Ausbildung gestiegen. In der Tiroler Fachberufsschule für Elektrotechnik, Kommunikation und Elektronik in Innsbruck investiert man in modernes Equipment, um komplexe technische Prozesse für die Schülerinnen und Schüler so greifbar wie möglich zu machen – dabei kommen zwei neue modulare Übungsstationen von Festo Didactic zum Einsatz.

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Prozesstechnik zum Lernen – Prozessautomation mit echten Industriekomponenten von Festo.

Prozesstechnik zum Lernen – Prozessautomation mit echten Industriekomponenten...

Während früher der Werkzeugkoffer reichte, darf heute der Laptop nicht fehlen. Während früher die Grenzen eines Berufsbildes klar abgesteckt waren, verschwimmen sie heute zusehends – vor allem in der Technik. Beispiel: der Hauselektriker – ein Beruf, der mittlerweile kaum wiederzuerkennen ist. Von der klassischen Elektrotechnik über elektronische Steuerungs- und Bustechnik, bis zum Programmieren – interdisziplinäre Kenntnisse sind gefragter denn je. Eine Herausforderung für jedes Unternehmen – und vor allem die Ausbildungsstätten, in denen die Technikerinnen und Techniker der Zukunft ausgebildet werden.

In der Tiroler Fachberufsschule für Elektrotechnik, Kommunikation und Elektronik in Innsbruck hat man die Zeichen der Zeit erkannt und investiert seit Jahren in moderne Technologien wie Automatisierungstechnik und Mechatronik, um den neuen Berufsbildern gerecht zu werden. Es gilt hochkomplexe technische Prozesse so einfach wie möglich darzustellen – ohne lange Rüstzeit, aber mit umso größerer Begeisterung für die Schüler. Die neueste Anschaffung dafür: je eine Übungsstation für Fabriks- und Prozessautomation von Festo Didactic.

Lernen mit Nachhaltigkeit

„Praxis ist in der Berufsschulausbildung das Um und Auf, denn unsere Industrie- und Gewerbebetriebe benötigen hoch qualifizierte Mitarbeiter, um international konkurrenzfähig zu bleiben", sagt Ing. Mag. Wolfgang Steinlechner, langjähriger Direktor der Tiroler Fachberufsschule. Enge Kooperationen mit der heimischen Industrie haben deshalb Tradition. Das ist auch einer der Gründe für die breite Aufstellung des Berufsportfolios in dieser Schule. „Vom IT-Bereich
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Ing. Mag. Wolfgang Steinlechner, Direktor der Tiroler Fachberufsschule für Elektrotechnik, Kommunikation und Elektronik in Innsbruck mit Schülern.

Ing. Mag. Wolfgang Steinlechner, Direktor der Tiroler Fachberufsschule für...

über die Industrieelektronik bis zur Kommunikationstechnik – im Wesentlichen decken wir alle wichtigen technischen Berufe ab, die es in Tirol gibt“, so Steinlechner stolz.

Mindestens 3,5 Jahre dauert die modulare Ausbildung vom Lehrling zum fertigen Facharbeiter, in der neben dem fachtheoretischen Unterbau die Praxis im Labor und in den Betrieben großgeschrieben wird. „Alles, was sich bewegt – was also Schüler richtig anfassen und erleben können – hat in der Didaktik einen nachhaltigeren Lerneffekt", erklärt Steinlechner. Mindestens zwölf Stunden pro Woche gibt’s für die Schülerinnen und Schüler der Innsbrucker Fachberufsschule daher Laborbetrieb.

Mechatronik zum Anfassen

Wo sich die Schülerinnen und Schüler früher an pneumatischen Einzelkomponenten versuchen konnten, sind seit Kurzem zwei moderne Übungsstationen von Festo im Einsatz – eine für Fabriksautomation und eine für Prozesstechnik mit umfassender Regelungstechnik. „Um mechatronische Modelle zu einer kompletten Automatisierungsstraße zusammenzufassen, benötigt man im Normalfall eine relativ lange Rüstzeit. Dank der neuen, modularen Stationen von Festo sind wir nun viel flexibler und können noch dazu technologieübergreifend arbeiten“, freut sich der Direktor.

Fünf Stationen – eine Anlage

Aus fünf Einzelstationen eine Gesamtanlage zu bauen, das lässt sich mit der Mechatronikstation MPS-205 von Festo spielerisch umsetzen. Verteilen, Prüfen, Fügen, Pressen, Sortieren – so heißen die zentralen
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Die Tiroler Fachberufsschule für Elektrotechnik, Kommunikation und Elektronik in Innsbruck.

Die Tiroler Fachberufsschule für Elektrotechnik, Kommunikation und Elektronik...

Aufgaben der fünf Stationen, die jeweils unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufweisen. Zuerst werden die Werkstücke aus dem Stapelmagazin vereinzelt und auf die richtige Höhe überprüft. Danach werden sie mit einem Deckel versehen und zum Schluss nach Farbe und Material sortiert. „Die Schüler erarbeiten selbständig Lösungen und sehen, wie das Werkstück den Prozess von A bis Z erfolgreich durchläuft. Dabei entdecken sie die große Vielfalt der Automatisierungstechnik und das technische Zusammenspiel echter Industriekomponenten – von den Aktoren über die Magnetventile und Sensorik bis zur Steuerungstechnik“, so Direktor Steinlechner.

Flüssigkeiten in Bewegung

Praxisnähe wird auch auf der zweiten modularen Anlage von Festo Didactic großgeschrieben: der vielseitigen Prozesstechnikstation MPS-PA. Hier wird modernstes Prozess- und Regeltechnik-Knowhow praxisgerecht trainiert – ganz nach dem Motto „Learning by doing“. Die Schüler lernen, wie Flüssigkeiten erwärmt, gefiltert, gemischt und abgefüllt werden. Dabei können sie eigene Projektideen verwirklichen – schon mit wenigen Handgriffen sind Adaptionen im System möglich. Wolfgang Steinlechner unterstreicht den „Qualitätsgewinn im Sinne einer praxisorientierten Facharbeiterausbildung". Besonders geschätzt wird dabei die Unterstützung der Lehrer, so Steinlechner: „Festo bietet High-Tech-Lösungen und die optimale didaktische Unterstützung dazu – zum Beispiel eine perfekt abgestimmte Simulationssoftware, unterrichtsvorbereitende Materialen, sogenannte Teachware, und eine umfassende Einschulung der Lehrer an den neuen Stationen.“

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Mit der Anschaffung moderner Übungsstationen will die Fachberufsschule Tirol durch eine attraktive Ausbildung dem Fachkräftemangel aktiv entgegenwirken – und vor allem auch mehr Mädchen für Technik begeistern. Der Direktor ist überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein: „Bei der Arbeit mit den neuen Mechatronik- und Prozesstechnikmodellen kann man beobachten, wie die Augen der Schülerinnen und Schüler leuchten. Manchmal müssen wir sie sogar mit Nachdruck in die Pause schicken. Das zeigt, lernen kann Spass machen. Ein guter Einstieg in eine spannende Berufswelt“, so Wolfgang Steinlechner.

www.eke.at

www.festo.at

Prozesstechnik zum Lernen – Prozessautomation mit echten Industriekomponenten von Festo.
Ing. Mag. Wolfgang Steinlechner, Direktor der Tiroler Fachberufsschule für Elektrotechnik, Kommunikation und Elektronik in Innsbruck mit Schülern.
Die Tiroler Fachberufsschule für Elektrotechnik, Kommunikation und Elektronik in Innsbruck.
Mechatronik in Reinkultur – so macht lernen Spass,
Manometer-Handling – ein Sensor kontrolliert, ob das Manometer in Position ist.
Bei der modulare Übungsstation MPS PA werden mehrere Übungsmodule zur Komplettanlage zusammengeführt.
Druck, Durchfluss, Temperatur – bei MPS PA dreht sich alles um Flüssigkeiten.



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